Das Bestandsportfolio

Am Ende des dritten Quartals 2019 hielt die ADLER Real Estate AG insgesamt 58.089 Mieteinheiten mit „core“ Qualität. Sie umfassen eine Gesamtfläche von 3,5 Millionen Quadratmetern und erbringen eine Jahresnettokaltmiete (einschließlich Parkplätze und sonstige Bereiche) in Höhe von EUR 221,1 Millionen. Der Buchwert des gesamten Portfolios (Investment Properties und Vorräte) machte EUR 4.904,2 Millionen aus. Die regionalen Schwerpunkte sind Niedersachen mit 18.310 Mieteinheiten, Nordrhein-Westfalen mit 13.812 Mieteinheiten und Sachsen mit 9.672 Mieteinheiten.

In den für Wohnzwecke gehaltenen Immobilien sind in geringem Umfang Gewerbeeinheiten enthalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Ladenlokale oder Büroeinheiten, wie sie häufig bei innerstädtischen Wohnimmobilien zu finden sind. Sie machten Ende des dritten Quartals 2019 mit 934 Einheiten 1,6 Prozent der zur dauerhaften Vermietung gehaltenen Immobilien aus.

ADLER hält Immobilien mit „core“ Qualität überwiegend in Randlagen von Ballungsräumen. Besonders deutlich wird das in Nordrhein-Westfalen, wo sich alle Immobilien im Ruhrgebiet befinden, der unverändert größten Industrieregion Deutschlands. In Niedersachsen konzentrieren sich die Bestände im Wesentlichen auf den Großraum Wolfsburg/Braunschweig/Helmstedt, eine traditionell starke Wirtschaftsregion, und auf Wilhelmshaven, eine Region, die vom Wachstum des Tiefwasserhafens und vom größten Stützpunkt der Deutschen Marine an der Nordsee profitiert. In Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen die Bestände überwiegend in den Einzugsgebieten von Halle, Leipzig, Chemnitz und Dresden – Regionen, die nach der Wiedervereinigung zunächst Industrie und Bevölkerung verloren haben, mittlerweile aber wegen umfangreicher Investitionen in die Infrastruktur, die in den letzten Jahrzehnten vorgenommen worden sind, zum Teil wieder kräftig wachsen.

Immobilienbestände mit „core“ Qualität am Rande von Ballungsgebieten zeichnen sich zwar typischerweise durch höhere Leerstände aus, aber auch durch eine höhere Mietrendite als Immobilien in zentralen oder „core plus“-Lagen. Randlagen profitieren in besonderem Maße von angespannten Mietmärkten in den Zentren. Wenn in den begehrten Lagen der Zentren die Mieten steigen und keine preiswerten Wohnungen mehr zu finden sind, wandert vor allem die preissensible Nachfrage automatisch ins Umland ab.