Auf Wohnimmobilien konzentriert

Die ADLER Real Estate AG verfolgt nach Veräußerung der Handelsaktivitäten Ende 2017 nur noch ein Geschäftsziel: die Vermietung von auf Dauer gehaltenen Immobilien, die entweder in fertigem Zustand erworben worden sind oder im Rahmen einer eigenen Projektentwicklung erst gebaut werden.

Ende des dritten Quartals 2018 hielt die ADLER Real Estate AG insgesamt 62.004 Mieteinheiten mit einer Gesamtfläche von 3,8 Millionen Quadratmetern. Das waren 23,3 Prozent mehr als zu Jahresbeginn.

In den für Wohnzwecke gehaltenen Immobilien sind indes auch Gewerbeeinheiten enthalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Ladenlokale oder Büroeinheiten, wie sie häufig in innerstädtischen Wohnimmobilien zu finden sind. Sie machten am Ende des Neunmonatszeitraums mit 1.148 Einheiten 1,9 Prozent der zur dauerhaften Vermietung gehaltenen Immobilien aus. Von dieser Art Gewerbeimmobilien hat die BCP 141 Einheiten mit eingebracht. Entsprechend hat sich der Anteil an den gesamten Mieteinheiten im Verlauf des Jahres nur geringfügig geändert.

Portfolio-Veränderungen30.09.2018  31.12.2017
AbgangZugang
Mieteinheiten im Bestand62.00447312.17250.305

- davon Wohneinheiten

60.85639311.99349.256

davon Gewerbeeinheiten

1.148801791.049

Schwerpunkte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

ADLER beschränkt sich in seinen Geschäftsaktivitäten auf Deutschland und hält den größten Teil seiner Immobilien im Norden und im Westen der Bundesrepublik. Daran hat sich grundsätzlich auch nichts durch die Übernahme der BCP geändert. Allerdings haben sich die länderspezifischen Schwerpunkte verschoben. Nach Konsolidierung der BCP befinden sich 30,3 Prozent der ADLER-Immobilien in Niedersachsen und 24,7 Prozent in Nordrhein-Westfalen. In den östlichen Landesteilen Deutschlands hält ADLER knapp 40 Prozent seines Immobilienbestands mit Schwerpunkt in Sachsen (17,1 Prozent), Brandenburg (6,5 Prozent) und Sachsen-Anhalt (5,8 Prozent).

Mit der BCP hat ADLER Immobilien erworben, die sich in attraktiven, auch teilweise innerstädtischen Lagen befinden. Dennoch hält ADLER auch nach Übernahme der BCP Immobilien überwiegend in Randlagen von Ballungsräumen. Besonders deutlich wird das in Nordrhein-Westfalen, wo sich praktisch alle Immobilien im Ruhrgebiet befinden, der unverändert größten Industrieregion Deutschlands. In Niedersachsen konzentrieren sich die Bestände im Wesentlichen auf Hannover und den Großraum Wolfsburg/Braunschweig/Helmstedt, eine traditionell starke Wirtschaftsregion, sowie auf das Einzugsgebiet von Bremen und auf Wilhelmshaven, eine Region, die vom Wachstum des Tiefwasserhafens und vom größten Stützpunkt der Deutschen Marine an der Nordsee profitiert. In Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen die Bestände überwiegend in den Einzugsgebieten von Halle, Leipzig, Chemnitz und Dresden – Städte, die nach der Wiedervereinigung zunächst Industrie und Bevölkerung verloren hatten, mittlerweile aber nach den umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur im Verlauf der letzten 20 Jahre wieder Wachstum zu verzeichnen haben.

 

Immobilienbestände am Rande von Ballungsgebieten zeichnen sich zwar typischerweise durch höhere Leerstände aus, aber auch durch eine höhere Mietrendite als Immobilien in zentralen oder A-Lagen. Randlagen profitieren in besonderem Maße von angespannten Mietmärkten in den Zentren. Wenn in den begehrten Lagen der Zentren die Mieten steigen und keine preiswerten Wohnungen mehr zu finden sind, wandert vor allem die preissensible Nachfrage automatisch ins Umland ab.

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