Das Bestandsportfolio

Mitte des Jahres 2019 hielt die ADLER Real Estate AG insgesamt 58.095 Mieteinheiten mit einer Gesamtfläche von 3,5 Millionen Quadratmetern und einer Jahresnettokaltmiete (einschließlich Parkplätze und sonstige Bereiche) in Höhe von EUR 219,5 Millionen. Der Buchwert des gesamten Portfolios (Investment Properties und Vorräte) machte EUR 5.008,2 Millionen aus. Die regionalen Schwerpunkte sind Niedersachen mit 18.312 Mieteinheiten, Nordrhein-Westfalen mit 13.808 Mieteinheiten und Sachsen mit 9.679 Mieteinheiten. Im Dezember 2018 wurden rund 3.700 Non-Core-Mieteinheiten in zwei separaten Transaktionen veräußert, deren Nutzen und Lasten im ersten Quartal 2019 übergingen. Dadurch hat sich das Portfolio im Verlauf des Jahres entsprechend verringert.

In den für Wohnzwecke gehaltenen Immobilien sind in geringem Umfang Gewerbeeinheiten enthalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Ladenlokale oder Büroeinheiten, wie sie häufig bei innerstädtischen Wohnimmobilien zu finden sind. Sie machten Ende des ersten Halbjahres 2019 mit 898 Einheiten 1,5 Prozent der zur dauerhaften Vermietung gehaltenen Immobilien aus.

ADLER beschränkt sich in seinen Geschäftsaktivitäten auf Deutschland und hält den größten Teil seiner Immobilien im Norden und im Westen der Bundesrepublik. Der größte Teil der ADLER-Immobilien liegt in Niedersachsen (31,5 Prozent des Gesamtbestands) und in Nordrhein-Westfalen (23,8 Prozent des Gesamtbestands). In den östlichen Landesteilen Deutschlands hält ADLER in Sachsen 16,7 Prozent, in Sachsen-Anhalt 6,7 Prozent und in Brandenburg 6,2 Prozent.

ADLER hält Immobilien überwiegend in Randlagen von Ballungsräumen. Besonders deutlich wird das in Nordrhein-Westfalen, wo sich alle Immobilien im Ruhrgebiet befinden, der unverändert größten Industrieregion Deutschlands. In Niedersachsen konzentrieren sich die Bestände im Wesentlichen auf den Großraum Wolfsburg/Braunschweig/Helmstedt, eine traditionell starke Wirtschaftsregion, und auf Wilhelmshaven, eine Region, die vom Wachstum des Tiefwasserhafens und vom größten Stützpunkt der Deutschen Marine an der Nordsee profitiert. In Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen die Bestände überwiegend in den Einzugsgebieten von Halle, Leipzig, Chemnitz und Dresden – Regionen, die nach der Wiedervereinigung zunächst Industrie und Bevölkerung verloren haben, mittlerweile aber wegen umfangreicher Investitionen in die Infrastruktur, die in den letzten Jahrzehnten vorgenommen worden sind, zum Teil wieder kräftig wachsen.

Immobilienbestände am Rande von Ballungsgebieten zeichnen sich zwar typischerweise durch höhere Leerstände aus, aber auch durch eine höhere Mietrendite als Immobilien in zentralen oder A-Lagen. Randlagen profitieren in besonderem Maße von angespannten Mietmärkten in den Zentren. Wenn in den begehrten Lagen der Zentren die Mieten steigen und keine preiswerten Wohnungen mehr zu finden sind, wandert vor allem die preissensible Nachfrage automatisch ins Umland ab.

Einfache Kommunikation mit der
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