ADLER Real Estate AG: Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft

  • Firmensitz nach Berlin verlegen
  • Kosten durch zahlreiche Einzelmaßnahmen senken
  • Immobilienportfolio und Asset Management neu ausrichten
  • Konzerninternes Property Management ausbauen
Hamburg, 9. Juni 2016: Mit Wirkung zum 9. Juni, dem Tag der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung, wird die ADLER Real Estate AG von einem neuen Vorstand geführt. Wie bereits im März angekündigt, endete die Amtszeit des langjährigen Vorstands Axel Harloff mit Ablauf der Hauptversammlung. Die Funktion des Vorstandsvorsitzenden übernimmt Arndt Krienen, der als Vorstand der Mitte 2015 erworbenen WESTGRUND AG bereits im Januar 2016 in das oberste Geschäftsführungsgremium der ADLER Real Estate AG berufen worden war. Zum 9. Juni 2016 neu in den Vorstand bestellt wurde zudem Sven-Christian Frank, der bisherige Leiter des Asset Managements bei ADLER.
Die Aktionäre der ADLER Real Estate AG wurden heute im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über ein umfassendes Paket operativer und struktureller Maßnahmen informiert, mit dem die Gesellschaft ihre Ertragskraft nachhaltig stärken will. Wie Arndt Krienen betonte, solle nach den Jahren raschen Wachstums 2016 ein Jahr der Konsolidierung folgen. „Wenn man wie wir über Zukäufe wächst, muss man sich verstärkt auch um die Integration kümmern. Darauf werden wir in diesem Jahr unser Augenmerk vornehmlich richten. Wir wollen unser Portfolio an Wohnungen ordnen und optimieren, unsere Unternehmensstruktur vereinheitlichen und zentralisieren, das Property Management neu aufstellen und überall stärker auf die Kosten schauen als wir das tun konnten, solange Wachstum unsere erste Priorität war.“
Firmensitz nach Berlin verlegen
Zu den anstehenden Veränderungen gehört die Verlegung des Firmensitzes von Frankfurt nach Berlin, die von den Aktionären heute mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Mit dieser Verlagerung sollen legale und organisatorische Strukturen in Einklang gebracht werden. Die zentralen Aufgaben des Konzerns werden in Berlin zusammengefasst und gebündelt. Der Standort Frankfurt wird im Verlauf des Jahres aufgegeben, die Aktivitäten in Hamburg, dem bisherigen Zentralstandort von ADLER, auf wenige Funktionen reduziert. In Berlin haben bereits die 2014 übernommene ACCENTRO Real Estate AG und die 2015 erworbene WESTGRUND AG ihren jeweiligen Firmensitz und ihre zentralen Verwaltungen.
Kosten durch zahlreiche Einzelmaßnahmen senken
Kosteneinsparungen sollen sich zudem durch die Integration der unterschiedlichen IT Systeme, durch Einsparungen und Synergien bei Konzerngesellschaften, durch die Refinanzierung von vergleichsweise hochverzinslichem Fremdkapital und durch diverse operative Einzelmaßnahmen ergeben. „In Summe rechnen wir mit Einsparungen in der Größenordnung von 11 Millionen Euro, die sich in vollem Umfang allerdings erst 2017 realisieren lassen werden“, so Krienen weiter.
Immobilienportfolio und Asset Management neu ausrichten
Das Immobilienportfolio, das Ende März 2016 aus insgesamt 48.055 Einheiten bestand, wird neu geordnet und optimiert. Rund 4.500 Einheiten sind bereits als „non core“, also nicht zum Kernbestand zählend, identifiziert worden. Sie sollen, wenn möglich und wirtschaftlich sinnvoll, in den nächsten zwei Jahren veräußert werden. Da es sich um Bestände mit überdurchschnittlichem Leerstand und unterdurchschnittlichem Mietniveau handelt, stärkt eine Veräußerung die Ertragskraft. Um gleichzeitig den Bestand effektiver verwalten zu können, wird das Asset Management neu ausgerichtet. Bisher war es jeweils Teil der verschiedenen Unternehmen, die ADLER übernommen hat, ab Mitte des Jahres gilt eine konzernweit einheitliche regionale Ausrichtung. Dazu Sven-Christian Frank, der für das Asset Management zuständige Vorstand: „Aus einer dezentralen wird eine zentrale Struktur, aus einem Nebeneinander verschiedener Einheiten ein konzernweites Asset Management aus einer Hand.“
Konzerninternes Property Management ausbauen
Ausgebaut wird zudem das konzerneigene Property Management, das aktuell gut ein Viertel der Wohnimmobilien betreut. „Das kann allerdings nur Schritt für Schritt erfolgen. 2017 wollen wir soweit sein, dass praktisch unsere gesamten Bestände von konzerneigenen Mitarbeitern verwaltet werden. Das verschafft uns mehr Kundennähe, lokale Marktkenntnis und verringert die Zahl der Schnittstellen zu externen Dienstleistern“ sieht Frank die Vorteile dieser Veränderung. „Wir sind dann ein vertikal integrierter Konzern, der seinen Mietern das gesamte Spektrum an Dienstleistungen bieten kann, das sie von einem Vermieter erwarten.“